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Findige Geschäftsideen für E-Biker

Das Izip E3 Metro Diamond mit dem Tohid Naeem die Bestellungen ausliefert (Bild: Izip Store).

Eine interessante Geschäftsidee hatte Tohid Naeem aus Fairfax bei Los Angeles. Er bietet einen Concierge-Service für Lebensmittel. Das bedeutet er liefert Lebensmittel per Elektrofahrrad aus. Er konnte für seine Idee einen Filialleiter von Whole Foods gewinnen und schon kurz darauf mit dem Ausliefern der Ware beginnen.

Das Konzept ist denkbar einfach, da FreshFoodBike.com kein Shop ist, sondern nur Dienstleister. Naheem brauchte nur ein E-Bike, eine Webseite und den Kontakt zum Lebensmittelgeschäft. Das Elektrofahrrad wurde gesponsert vom E-Bike-Händler Izip Store  und dem Hersteller von Fahrradanhängern Burley.

Die Kunden schicken FreshFoodBike.com eine Einkaufsliste, die Tohid Naeem bei Whole Foods besorgt und dann per E-Bike ausliefert. Ein besonderer Service seines Angebotes ist der von ihm erstellte Geschenkkorb. Ob koscher, halal, glutenfrei, vegetarisch oder vegan, Naeem stellt die Körbe den Wünschen seiner Kunden entsprechend zusammen.

Naeem verlangt für seinen Lieferservice 15 Prozent vom Einkaufswert und eine Liefergebühr: Für Strecken bis 1,5 Meilen (2,4 Kilometer) berechnet er 4,99 Dollar, ab 1,5 Meilen bis 2,5 Meilen (4 Kilometer) 9,99 Dollar und von 2,5 bis 20 Meilen (32,2 Kilometer) 20 Dollar. Trotz des hohen Preises scheint das Geschäftsmodel zu funktionieren. Das Management von Whole Foods hat bei Tohid Naeem schon nachgefragt, ob er den Service auch für andere Zweigstellen anbieten würde.

In Deutschland könnte der Service auch funktionieren. Besonders für etablierte Bioläden oder Feinkostgeschäfte wie Käfer oder Dallmayr. Wenn man es geschickt anstellt und sich Pedelces sponsern lässt, halten sich die Gründungs-Investitionen in Grenzen.

Werbung mit dem E-Bike

Einfache Idee: Mit dem Pedelec eine Reklametafel herumfahren (Bild: www.bicyclebillboards.ca/).

Eine weitere Geschäftsidee kommt aus Port Moody in Kanada und heißt Bicycle Billboards. Neil Doyle, einfallsreicher Geschäftsmann, fährt mit seinem E-Bike in der Stadt herum und zieht einen Anhänger mit einer Werbetafel hinter sich her. Er ist überzeugt, dass die Werbung gut ankommt, weil sie günstiger ist als eine kleine Anzeige in einer regionalen Tageszeitung, viele Personen direkt anspricht und ökologisch ist. Zudem kann er an bestimmten Hot Spots stehen bleiben und Passanten persönlich ansprechen oder Flyer verteilen.

Momentan hat Doyle nur noch mit einem Problem zu kämpfen. In Port Moody müssten die Beschilderungsstatuten geändert werden, damit er mit dem Werbe-Pedelec herumfahren darf. Während es in anderen Städten mit seiner Geschäftsidee kein Problem gäbe, versucht er nun für seine Heimatstadt eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Sein Argument ist schlüssig, wenn auch trivial: LKWs hätten auch Werbung, seien aber lauter und bei weitem nicht so umweltfreundlich.

Wenn es mit der Ausnahmegenehmigung funktioniert, steht dem Geschäftmodell nichts mehr entgegen. Und was bei Flugzeugen klappt – wer kennt nicht die Kleinflugzeuge, die eine Reklamebanderole hinter sich herziehen -, sollte doch bei E-Bikes auch erfolgversprechend sein.

 

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