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Mit dem Pedelec auf der Via Claudia Augusta über die Alpen

Römerstraße Via Claudia Augusta

Eine der wichtigsten Römerstraßen, die Norditalien mit Süddeutschland verband, die Via Claudia Augusta (Bild: www.viaclaudia.org).

Zum dritten Mal hat Christoph Tschaikner, Geschäftsführer der ARGE Gastlichkeit an der Via Claudia Augusta, die Radstaffel Via Claudia August von der Donau über 700 Kilometer nach Altino in Venedig organisiert. Dieses Jahr stand die Radstaffel, an der Abordnungen von rund 130 Gemeinden entlang der historischen Route teilnahmen, unter dem Motto “E-Mobile für weitere 2000 Jahre“.

Das diesjährige Thema wurde gemeinsam mit den Stromversorgern LEW (Bayern), Tiwag (Tiroler Wasserkraftwerke), E-Werke Reutte, Stadtwerke Imst und dem Radland Südtirol erarbeitet. Es soll dem Projekt “Gastlichkeit an der Via Claudia Augusta” dienen, das eine der wichtigsten Römerstraßen, die Süddeutschland mit Norditalien verband, wiederbeleben und nachhaltig fördern will. Nachhaltigkeit im Sinne von sorgsamem Umgang mit knappen Ressourcen und im Sinne von umweltschonendem Reisen mit dem Rad oder auf Schusters Rappen. Aber auch Nachhaltigkeit im Sinne von innovativen Ansätzen für eine gemeinsame Zukunft.

Warum Elektrofahrräder für die Tour von Vorteil sind, beschreibt der Organisator damit, das Pedelecs oder E-Bikes es ermöglichen umweltschonend die Alpen zu überqueren und Regionen, Zeiten, Menschen sowie Kulturen in einer besonderen und intensiven Art zu erleben. Zudem sei dies mit Elektrorädern auch für Personen möglich, die das nicht aus eigener Kraft bewerkstelligen könnten oder nicht sicher seien, ob sie es schaffen würden.

“Für eine Alpenüberquerung ist eine gewisse körperliche Fitness wichtig und gerade weniger trainierte scheuen sich deshalb eine so schöne aber auch herausfordernde Tour zu unternehmen. Elektrofahrräder gleichen die fehlende Leistungsfähigkeit aus und sorgen dafür, dass die Radreise über die Alpen, dem fittesten genauso Spaß macht wie dem weniger trainierten”, schreibt der Veranstalter.

Deshalb haben die 210 Rad- und Wanderer-freundlichen Via-Claudia-Augusta-Gastgeber entlang der Römischen Kaiserstraße die Voraussetzungen zum Wiederaufladen der Akkus während der Nacht geschaffen. Eine Liste der Gastgeber findet sich auf der Webseite www.viaclaudia.org.

Während der Radstaffel konnten die Teilnehmer zeitweilig ihre Fahrräder gegen 10 verschiedene Elektrovelos von Herstellern aus fünf Ländern tauschen und testen. Zur Verfügung standen Räder von Giant (NL), Bergziege (D, Bayern), Movelo-Swiss-Flyer (CH), KTM (A) und Frisbee (I). Als Fazit waren sich alle Ausleiher darüber einig, dass die Elektrofahrräder der Herausforderung Via Claudia Augusta gewachsen waren und den Genuss der Alpenüberquerung förderten.

Die Tour selbst planen

Radtour auf der Via Claudia Augusta

Heute bildet die Alpenstraße eine sehr schöne Radtour, die sich mit dem Pedelec leicht meistern lässt (Bild: www.viaclaudia.org).

Kaiser Claudius hat die Via Claudia Augusta zur ersten richtigen Straße über die Alpen ausbauen lassen. Sie verband den Adriahafen Altinum mit der Donau. Entlang der Radroute Via Claudia Augusta wird der uralte Kultur- und Handelsweg des Römischen Reiches wieder lebendig. Den Radler erwartet eine Mischung aus Landschaften, regen Städten, beschaulichen Dörfern und hunderten Zeugnissen wechselvoller Geschichte. Zudem locken Gaumenfreuden aus der Küche und leckere Getränke. Einige Gaststätten auf der Route haben sogar wieder Gerichte auf der Speisekarte, die sich an den alten Zeiten der Römer orientieren.

Die Strecke von Donauwörth nach Altino bei Venedig misst circa 700 Kilometer und führt über asphaltierte oder geschotterte Radwege und über ruhige Nebenstraßen. Wer sich die Bergstrecken nicht zutraut, kann sogar einen Radshuttle in Anspruch nehmen. Außerdem gibt es einen Rückholbus von Italien nach Bayern, der die Rückreise gewährleistet.

Wer den leichtesten Alpenübergang für Radler, die Via Claudia Augusta, einmal selbst mit dem Elektrofahrrad überqueren will, findet für die Tourenplanung viele hilfreiche und interessante Informationen unter www.viaclaudia.org. Darunter sind Gastgeberlisten und interaktive Karte zur individuellen Reiseplanung mit anschließendem Booklet- und GPS-Download. Außerdem gibt es Tipps für Bücher und Tourenkarten.

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