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ADFC fordert auf seiner Hauptversammlung eine Verkehrswende hin zum Fahrrad

Auf der Bundeshauptversammlung des Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V., die am Wochenende in Regensburg stattfand, haben die 140 Delegierten aus allen Bundesländern in einem Leitantrag die Bundesregierung zu einer Wende in der Verkehrspolitik aufgefordert. “Es muss mehr Verkehrsfläche weg vom Auto und hin zum Menschen umverteilt werden”, so der Bundesvorsitzende Ulrich Syberg.

Nach Meinung des ADFC verändert sich der Straßenverkehr: Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um. Das entlastet die Straßen und reduziert Feinstaub und Lärm. Die Folge: Die Lebensqualität in den Städten erhöht sich. Doch statt diesen Trend zu fördern, investiere die Bundesregierung weiter Milliarden in den Autostraßenbau und die Entwicklung von Elektroautos, obwohl diese die Probleme in den Innenstädten nicht lösen würden. Deshalb will der ADFC nach der Energiewende auch die Verkehrswende.

Als Argumentation bezieht sich der Fahrradclub auf Untersuchungen die zeigen sollen, dass immer weniger junge Menschen das Auto als Statussymbol ansehen. Ebenso soll der Anteil der Führerscheinbesitzer in der jungen Generation sinken. “Die Subventionierung des Autoverkehrs muss aufhören. Mit den Finanzmitteln muss der Verkehrsraum für Fußgänger und Radfahrer umgebaut werden”, sagt Syberg. Die Verkehrsplanung sei völlig auf den automobilen Verkehr ausgerichtet und vergisst den Menschen.

Mit dem wachsenden Einsatz von Elektrofahrrädern wird sich sicher etwas in der Verkehrspolitik ändern müssen. Denn durch den Anstieg dürfte auch der wichtige Aspekt der Verkehrssicherheit immer mehr in den Mittelpunkt rücken. Autofahrer müssen sich auf den schnelleren Antritt der E-Radfahrer einstellen, genauso wie nicht motorisierte Radler und Pedelecfahrer wegen der Geschwindigkeitsdifferenz gegenseitig Rücksicht nehmen müssen.

Die Welt am Sonntag schreibt davon, dass Elektrofahrräder den Straßenverkehr nachhaltig ändern werden und hat damit recht. Doch noch wichtiger ist, dass die Verkehrsteilnehmer gegenseitig Rücksicht nehmen. Wenn man aber die Zahlen und Entwicklung ansieht, wird langfristig eine Lösung für das Miteinander von Elektrofahrrädern, Fußgängern, Autofahrern und Radfahrern ohne Motorunterstützung gefunden werden müssen.

 

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